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Ambulante Behandlungsdaten 2010

 

Anzahl der ambulant behandelten GlücksspielerInnen

Ambulant behandelte GlücksspielerInnen in den Behandlungseinrichtungen bas, biz Leoben, Drogenberatungsstelle des Landes, Verein für psychische und soziale Lebensberatung Judenburg, Knittelfeld und Murau.

Anzahl der ambulant behandelten GlücksspielerInnen

 

Beschreibung der GlücksspielerInnen in
ambulanter Behandlung aus 2010

Altersverteilung

Altersverteilung der GlücksspielerInnen

Das Durchschnittsalter beträgt 35,1 Jahre.

Geschlecht

Unter den 2010 behandelten SpielerInnen waren 13% Frauen und 87% Männer.

Familienstand

47,1% der SpielerInnen war zum Zeitpunkt des Erstgesprächs verheiratet bzw. lebten in einer Lebensgemeinschaft, 34,3% waren ledig, 17,5% geschieden.

Berufliche Situation

67,9% der betreuten SpielerInnen waren berufstätig. 22,9% waren arbeitslos, 5,7% in Pension, 2,9% befanden sich in Ausbildung.

Spielschulden

88,6% der SpielerInnen haben Schulden wegen ihrer Glücksspielsucht.

Spielschulden

Dauer der Glücksspielproblematik

Dauer der Glücksspielproblematik

Der Großteil der behandelten SpielerInnen entwickelt innerhalb der ersten 5 Jahre ein problematisches Verhaltensmuster.

Problematische Glücksspielform (Mehrfachnennungen waren möglich)

Dauer der Glücksspielproblematik

Beratungs- und Therapiemotivation (Mehrfachnennungen waren möglich)

Als Hauptmotiv für die Vereinbarung eines Erstgesprächs in einer Behandlungsstelle wurde von 75% der Betroffenen finanzieller Druck infolge des Glücksspiels genannt. Weitere wichtige Motive waren für 67% familiäre Probleme, sowie für 53,6% psychische Schwierigkeiten.

Rechtliche Probleme als Folge des Glücksspiels gaben 12,9% als Grund zur Kontaktaufnahme mit einer  Behandlungsinstitution an.

Suchtspezifische Differentialdiagnostik

Hinsichtlich zusätzlichen Suchtmittelkonsums zeigte sich, dass Alkoholprobleme (parallel bzw. sekundär) in einem Ausmaß von 17,9% erhebbar sind.

 

Beschreibung der Angehörigen in ambulanter Behandlung
aus 2010

Beratungsnachfrage

38 Angehörige haben 2010 in den Beratungseinrichtungen Unterstützung aufgrund der Spielsucht einer nahestehenden Person gesucht.

Geschlecht

80% der hilfesuchenden Angehörigen sind Frauen.

Art der Beziehung

Angehörige, die eine Beratung aufsuchen sind in erster Linie die Partnerinnen mit einem Anteil von 53%, Eltern bzw. Elternteile haben einen Anteil von 30%.

Alter

Das Durchschnittsalter beträgt 42 Jahre.

Glücksspielspezifische Faktoren des spielenden Partners

Die Glücksspielform mit dem höchsten Problemausmaß ist das Automatenspiel (68%), gefolgt von Online-Glücksspielen mit 31,6%.

Schulden als Folge der Spielproblematik, die Angehörigen bekannt sind, haben 73,7% der Spieler, davon 50% mehr als 7.000,– €.

Angehörige geben an, dass 2/3 ihrer spielenden Verwandten nicht länger als 5 Jahre spielen. Die Mehrheit der Angehörigen nämlich 70% hat bereits seit mehr als 1 Jahr von der Glücksspielproblematik ihres Partners, Sohnes...Kenntnis.

Folgeproblematik für Angehörige (Mehrfachnennungen waren möglich)

Die größte Auswirkung durch die Spielsucht eines Familienmitgliedes auf Angehörige betreffen psychische Probleme (63%), im Gegensatz zu GlücksspierInnen, die finanzielle Schwierigkeiten (75%) als größtes Problem erleben.

Folgeproblematik für Angehörige und Glücksspieler

Versuche der Angehörigen auf das Spielverhalten Einfluss zu nehmen
(Mehrfachnennungen waren möglich)

Die häufigste Maßnahme auf den Spielenden einzuwirken wird in Form von Gesprächen (79%) versucht. 40% der Angehörigen haben die Geldverwaltung übernommen und 1/5 gibt weitere Kontrolltätigkeiten (zB. Geldbörseninspektion) an.

 Erwartungen der Angehörigen an eine Spielsuchtberatung

Angehörige vereinbaren vorwiegend einen Beratungstermin, um für sich Unterstützung  in psychischer Hinsicht bzw. zur Druckentlastung zu holen. Bedeutsam sind für Angehörige darüber hinaus Informationen zum Krankheitsbild, sowie Hilfestellungen für das eigene Verhalten zu erhalten.

Ratschläge, um den Betroffenen zu helfen, sind in der Erwartungshaltung nachrangig.