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Ambulante Behandlungsdaten 2011

 

Beschreibung der Betroffenen in ambulanter Behandlung
aus 2011

Anzahl

Steigerung von 2010 – 2011: 16%
Stationär: 54, Angehörige (ambulant): 37

Anzahl der ambulant behandelten GlücksspielerInnen

Altersverteilung

Altersverteilung der GlücksspielerInnen

Zu Therapiebeginn sind ca. 19% jünger als 25 Jahre, zwischen 26 und 35 Jahren sind
35% der Hilfesuchenden und weitere 26,4% sind zwischen 35 und 46 Jahren.
Das Durchschnittsalter beträgt 35,2 Jahre.

Geschlecht

Unter den 2011 behandelten SpielerInnen waren ca. 19% Frauen und
81% Männer.

Familienstand

50,3 % der SpielerInnen waren zum Zeitpunkt des Erstgesprächs verheiratet bzw.
lebten in einer Lebensgemeinschaft, 35,5% waren ledig, 13,7% geschieden.

Berufliche Situation

66% der betreuten SpielerInnen waren berufstätig. 18,3% waren arbeitslos,
3% in Pension, 8,6% befanden sich in Ausbildung.

Spielschulden

89,3% der SpielerInnen haben infolge ihres Glücksspiels Schulden, davon über 60%
mehr als 7000 €.

Spielschulden

Dauer der Glücksspielproblematik

Dauer der Glücksspielproblematik

Problematische Glücksspielform (Mehrfachnennungen waren möglich)

Problematische Glücksspielformen

Spieldauer

Der größere Anteil der SpielerInnen (51%) spielt nicht länger als 5 Jahre.

Ort des Spielens (Mehrfachnennungen waren möglich)

Problematische Glücksspielformen

Beratungs- und Therapiemotivation (Mehrfachnennungen waren möglich)

Als Hauptmotiv für die Vereinbarung eines Erstgesprächs in einer Behandlungsstelle wurde von 65,5% der Betroffenen finanzieller Druck infolge des Glücksspiels genannt. Weitere wichtige Motive waren für 61,4% familiäre Probleme, sowie für 66,5% psychische Schwierigkeiten.

Rechtliche Probleme als Folge des Glücksspiels gaben 9,1 % als Grund zur Kontaktaufnahme mit einer Behandlungsinstitution an.

Suchtspezifische Differentialdiagnostik

Hinsichtlich zusätzlichen Suchtmittelkonsums zeigte sich, dass Alkoholprobleme
(parallel bzw. sekundär) in einem Ausmaß von 15,3% erhebbar sind.

 

Beschreibung der Angehörigen in ambulanter Behandlung
aus 2011

Beratungsnachfrage

32 Angehörige haben 2011 in den Beratungseinrichtungen Unterstützung
aufgrund der Spielsucht einer nahestehenden Person gesucht.

Geschlecht

über 91% der hilfesuchenden Angehörigen sind Frauen.

Art der Beziehung

Angehörige, die eine Beratung aufsuchen sind in erster Linie die Partnerinnen
mit einem Anteil von 69%, Eltern bzw. Elternteile haben einen Anteil von 25%.

Alter

Das Durchschnittsalter beträgt 39 Jahre.

Glücksspielspezifische Faktoren des spielenden Partners

Die Glücksspielform mit dem höchsten Problemausmaß ist nach wie vor das Automatenspiel mit 88%.

Schulden als Folge der Spielproblematik, haben ca. die Hälfte der Spieler, davon 47% mehr als 7.000,– € (soweit für den/die Angehörige bekannt).

Angehörige geben an, dass fast 70 % ihrer spielenden Verwandten nicht länger als 5 Jahre spielen. Ca. die Hälfte der Angehörigen nämlich 47% erfuhr im letzten Jahr von der Glücksspielproblematik ihres Partners, Sohnes usw. Kenntnis und suchte in diesem Zeitraum Hilfe in einer Beratungsstelle.

Folgeproblematik für Angehörige (Mehrfachnennungen waren möglich)

Die größte Auswirkung durch die Spielsucht eines Familienmitgliedes auf Angehörige betreffen finanzielle Schwierigkeiten (84%). Ähnlich schwer wiegen aber auch die familiären Probleme (84%) oder psychische Probleme (78%).

Folgeproblematik für Angehörige und Glücksspieler

Versuche der Angehörigen auf das Spielverhalten Einfluss zu nehmen
(Mehrfachnennungen waren möglich)

Die häufigste Maßnahme auf den Spielenden einzuwirken wird in Form von Gesprächen (94%) versucht. 50% der Angehörigen haben die Geldverwaltung übernommen und jeder Zehnte gibt weitere Kontrolltätigkeiten (z.B.: Geldbörseninspektion) an.

 Erwartungen der Angehörigen an eine Spielsuchtberatung

Wenig Angehörigen geht es um eine „Aussprache“, sondern ein Großteil vereinbart vorwiegend einen Beratungstermin, um für sich Unterstützung in psychischer Hinsicht bzw. zur Druckentlastung zu holen. Bedeutsam sind für Angehörige darüber hinaus Informationen zum Krankheitsbild, sowie Hilfestellungen für das eigene Verhalten zu erhalten.